Salze, Vahrenbrinkstraße: Kleine Maßnahmen – große Wirkung!
Kommune:
Maßnahme der Stadt Vlotho in Vlotho-Exter, Vahrenbrinkstaße, Nähe der Autobahnbrücke
Gewässer:
Oberlauf Salze (GWK 4625),
- Maßnahmenbereich 1: Stationierung 13.900-14.000
- Maßnahmenbereich 2: Stationierung 14450-14600
Art der Maßnahme:
Maßnahme zur Herstellung der Durchgängigkeit und zur Strukturverbesserung.
- Bereich 1: Ersatzlose Entnahme der Verrohrung, ingenieurbiologische Sicherung der Sohle und des Ufers, Erhaltung wertvoller Strukturen und des wertvollen Baumbestandes
- Bereich 2: Herstellen der Durchgängigkeit im ehemaligen Feuerlöschteich: Entnahme der Bauwerksreste und einer Verrohrung, Abflachung der Ufer, Sicherung der Sohle, Entfernung einer Überfahrt, Aufweitung des Bachgprofils, Erhaltung der Auenstrukturen
Umsetzung:
Sommer 2026
Einleitung:
Im Rahmen der regelmäßigen Gewässerschauen des Kreises Herford wurden 2025 verschiedene Defizite im Oberlauf der Salze entdeckt und protokolliert. Mehrere Abschnitte der Salze wurden in den letzten Jahren renaturiert, oft größere aufwendige Maßnahmen, deren positive Entwicklung vielfach beobachtet werden kann. Bei diesen Maßnahmen standen die kleinen Mängel im Vordergrund. Verrohrungen und Überfahrten die nicht mehr genutzt werden, Stauanlagen ohne Aufgabe, Ufersicherungen, die den Bach einengen, Bauschutt: alles Dinge, die oft ohne Grund im Gewässer verbleiben. An zwei Stellen konnten diese Defizite behoben werden.
Bild 1 und 2: Ausgangslage

Ziel und Umsetzung der Maßnahme:
Herstellen der Durchgängigkeit, Verbesserung der Sohl- und Uferstrukturen.
Maßnahmenbereich 1
Wie und Warum diese großen Betonrohre im Bachbett der Salze lagen, konnte nicht nachvollzogen werden. Da sie ohne Aufgabe waren, wurden sie entnommen. Einzig die schwierige Lage tief im Gelände war eine Herausforderung.
Bild 3: Betonrohre im Bachbett der Salze
Bild 4-7: Mit einer Winde wurden die Betonelemente die steilen Böschungen aus dem Kerbtal gezogen, zertrümmert und mehrere hundert Meter durch den Wald abtransportiert.




Maßnahmenbereich 2
Der ehemalige Feuerlöschteich hat sich bereits von einem technischen Bauwerk in einen wertvollen Auwald verwandelt. Einzig das alte Stauwehr des Teiches nahe der Vahrenbrinkstraße und eine Verrohrung unter einem nicht mehr genutzten Wirtschaftsweg sind verbleiben. Das Stauwehr wurde ersatzlos abgerissen, die Natursteine sind im Wald als Lesesteinhaufen verblieben. Sie dienen u.a. als Unterschlupf für Salamander und Molche. Fremdmaterialein wie Beton wurde entfernt.
Bild 8 und 9: verbliebene Verrohrung

Die Verrohrung wurde entnommen, die Ufer abgeflacht, so dass eine seichte Stelle als Querungsmöglichkeit entstand. Es wurde ausschließlich mit den vorhandenen Materialien gearbeitet. Eine große Natursteinplatte dient als Trittstein. Und sehr wichtig war der Erhalt der Gehölze im Baufeld. Die Arbeiten in Wurzelnähe erfolgten ausschließlich per Hand.
Bild 10 und 11: Maßnahmenbereich nach Fertigstellung der Arbeiten


